Ein Sekretär bietet als Scheibschrank die Möglichkeit, Papier oder Schreibuntensilien abzustellen und verfügt über einen Aufsatz, auf welchem der Besitzer schreiben kann. Als Möbelstück gehört der Sekretär zur Kategorie der Schränke und hat als praktisches Möbelstück bereits in vielen Familien Einzug gehalten. Der Sekretär ist aufgrund seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sehr beliebt und wird auch Schreibschrank bezeichnet.
Der übliche Sekretär besteht aus einem Schreibtischunterteil sowie einem Aufsatzschrank. Bereits seit dem 18. Jahrhundert ist der Sekretär bekannt und wurde ursprünglich aus dem Kabinettschrank entwickelt. Der Sekretär steht in vielfältigen Designs und Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung. Im Ursprung verfügte diese Kommode über drei Schubfächer. In Frankreich waren auch Sekretäre mit abschließbaren Türen sowie so genannten Geheimfächern bekannt, wobei der Aufsatz vorne mit dem ausklappbaren Pultdecken abgeschlossen werden konnte.
Wurde dieser geöffnet, konnte er als Schreibunterlage verwendet werden. Der Aufsatz des Sekretärs diente der Aufbewahrung der Schreibutensilien und war mit Abstellflächen, Schubfächern und Sortierfächern ausgestattet. Im Laufe der Zeit erfuhr das Design des Sekretärs einige Wandlungen, so dass auch heute noch die unterschiedlichsten Modelle und Variante zur Verfügung stehen. Inzwischen gibt es beispielsweise auch Sekretäre mit größerer Beinfreiheit, Spiegeltüren und mehr Schubladenreihen.
Wurde früher der Sekretär eigentlich als Schreibschrank entwickelt, erfuhr er inzwischen verstärkt eine designtechnische Behandlung. Seine Gestaltung wurde immer leichter und eleganter. Der massive Unterbau zum Beispiel wurde durch verzierte und filigrane Tischbeine ersetzt. Auf diese Weise entstand hieraus verstärkt eine Tischform. Ursprünglich stammt der Sekretär aus England und gelangte Anfang des 18. Jahrhunderts über die Niederlande nach Deutschland. Die meisten Sekretäre, welche heute bei uns verwendet werden, sind entweder Reproduktionen oder Antiquitäten.