Disco – Die Erfolgsgeschichte des Tanzlokals

“Disco” ist die Kurzform des zusammen gesetzten Wortes “Discothek”, welches aus dem Griechischen stammt und in Analogie zur Bibliothek zunächst als Sammlung von Tonträgern verstanden werden kann. Allmählich setzt sich der Begriff für die Bezeichnung eines modernen Tanzlokals mit Barbetrieb und Musik von Platte und CD durch. Heute ist die Disco eine wichtige Plattform für die Sozialisation von Jugendlichen, aber auch Unterhaltungsträger erwachsener Leute.

Neben musikalischen Einrichtungen mit Live-Musik, wie Jazz-Clubs, Big-Band-Lokalen oder Revues entwickeln sich die Veranstaltungen mit Musik aus der “Konserve” nur langsam. Erst nach dem zweiten Weltkrieg setzt sich das neue Konzept durch. Niedrigere Kosten verringern die Einrtittspreise erheblich und sorgen für gefüllte Räume. Ein Disc Jockey, kurz DJ, spielt Musik vom Tonträger und moderiert den Abend. Somit übernimmt er die publikumsunterhaltende Aufgabe einer ganzen Kapelle und reduziert die Kosten auf seine eigene Gage. Aus dem so genannten “Auflegen” (von Platten) entwickelt sich eine eigene Kunstform, die darin besteht, durch das übergangslose Ineinandermischen von Liedern Spannung über lange Zeiträume zu halten bzw. zu steigern.

Die Discothek wird zunehmend beliebter, besonders bei den jüngeren Besuchern. Neben der festen Integration von Barbetrieben nimmt die Musik an Lautstärke und auch Bedeutung zu, sie hat unterhaltende, aber auch stark Stimmung regulierende und Hemmungen senkende Funktion. In den 60er und 70er Jahren wird zudem die Lichttechnik immer bewusster in Symbiose mit Musik eingesetzt, um das Tanzerlebnis des Publikums weiter zu intensivieren.

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